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Test: Canon PowerShot G11

Seit Langem ist die G-Serie von Canon die Königsklasse der Kompaktkameras. Wir haben das neuste Modell G11 getestet.
blue_quad von David Lee (12.03.2010)
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Mit der G11 hat sich Canon zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen: Die Anzahl der Megapixel wurde gegenüber dem Vorgänger von 14,7 auf 10 verringert. Damit soll einem der grössten Probleme von Kompaktkameras, nämlich der schlechten Bildqualität bei hohen ISO-Empfindlichkeiten, zu Leibe gerückt werden. Das zweite auffälligste Änderung ist der ausklappbare LCD.
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Bedienung und Ergonomie: Wie schon alle früheren Modelle der Canon-G-Serie bietet auch die G11 manuelle Einstellmöglichkeiten bis zum Abwinken, die der Fotograf durch zahlreiche physische Rädchen und Knöpfe beeinflussen kann. Alle mechanischen Teile machen einen extrem stabilen Eindruck. Dafür ist die G11 für eine Kompaktkamera auch sehr gross und schwer. In dieser Hinsicht hat sich also gegenüber der G10 wenig geändert. Davon ausgenommen ist der LCD: Der kann jetzt ausgeklappt und umgedreht werden. In der Praxis erweist sich das vor allem bei Aufnahmen mit Selbstauslöser als nützlich. Zudem ist der LCD bei Nichtgebrauch gegen die Kamera gerichtet und vor Kratzern geschützt. Auf der anderen Seite ist der bewegliche LCD etwas kleiner (2,8 cm), was aber nicht ins Gewicht fällt.

Ausstattung: Hier zählen wir nur die wichtigsten Punkte auf. Die G11 hat einen Zubehörschuh für Blitzgeräte, einen optischen Sucher mit Dioptrienkorrektur und einen HDMI-Ausgang. Sie bietet neben JPEG auch das RAW-Format und ist kompatibel mit dem Kabelfernauslöser RS-60 E3. Das Objektiv weist einen Brennweitenbereich von 28–140 mm (Kleinbild) und eine Lichtstärke von 1:2,8 bis 1:4,5 auf. Videos können seltsamerweise höchstens mit 640 x 480 Pixeln aufgenommen werden.

Akkulaufzeit: Nach CIPA-Standard beträgt die Akkulaufzeit 390 Fotos. Das ist ein guter Wert. In unserem Test zeigte die Kamera nach 40 normalen Fotos, 400 Serienbildern und weiteren 20 mit Blitz den Akku immer noch als voll an.
Aufnahme mit 3200 ISO,  auf 25 % verkleinert
vergrößenAufnahme mit 3200 ISO, auf 25 % verkleinert
Aufnahme 3200 ISO, Lowlight-Modus, 100 %
vergrößenAufnahme 3200 ISO, Lowlight-Modus, 100 %
Bildqualität: Wie nicht anders zu erwarten, ist die Bildqualität für eine Kompaktkamera generell sehr gut. Die Farbgebung hinterliess bei stichprobenartigen Testaufnahmen einen hervorragenden Eindruck. Das Objektiv verzeichnet im Weitwinkel deutlich, doch ist dies bei Konkurrenzmodellen nicht anders. Die reduzierte Auflösung beschert der G11 ein gutes Rauschverhalten im hohen ISO-Bereich. Allerdings verlieren die Bilder bei hoher ISO-Empfindlichkeit massiv an Detailschärfe. Mit dem Lowlight-Modus speziell für schwaches Licht ist das Rauschverhalten sogar noch besser, aber die Detailschärfe noch geringer. Denn dabei werden jeweils 4 Pixel zusammengefasst, womit die Auflösung auf 2,5 Megapixel sinkt. Die Tatsache, dass 3200 ISO noch völlig brauchbare Bilder liefern, ist trotzdem verblüffend. Dabei ist das in der Regel gar nicht nötig, denn der Bildstabilisator ist so gut, dass auch mit mittlerem Zoom teilweise Aufnahmen mit 1/4-Sekunde Belichtungszeit aus der Hand gestochen scharf werden. So kommt man meistens mit 80–200 ISO durch.

Das einzige Problem: Mit den aufkommenden kompakten Systemkameras (Panasonic Lumix DMC-GF1 und Olympus E-PL1) muss die Canon G11 in einem neuen, ungleich härteren Umfeld bestehen. Da insbesondere die neue Olympus-Systemkamera preislich gefährlich nah an die G11 kommt, genügt es nicht mehr, besser als andere Kompaktkameras zu sein. Vergleicht man Fotos mit 400 oder 1600 ISO mit den Micro-Four-Thirds-Kameras, hat die G11 keine Chance, was die Detailschärfe (Auflösung) betrifft.
Fazit: Die Canon PowerShot G11 ist rundum gelungen und ausgereift. Die Frage ist nur, ob dieser Typ Kamera noch lange überlebt oder ob er bald von kompakten Systemkameras verdrängt wird.

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PRODUKTINFOS

Canon PowerShot G11

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ProRobust, griffige Bedienung, vielfältige Einstellmöglichkeiten, beweglicher LCD, Sucher, Rauschverhalten, Farbgebung, Bildstabilisator, Objektiv
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ContraKein HD-Video
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Details: 10 MP, Objektiv 28–140 mm
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Empfohlener Verkaufspreis: Fr. 848.– (Strassenpreise ab ca. Fr. 630.–)
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