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Review: Fujifilm X-E1

Kaum ein Jahr nach der Einführung der X-Pro1 schiebt Fujifilm ein zweites Modell nach. Ob es sich dabei um die «kleine Schwester» oder um die grösste Rivalin handelt, zeigt unser Test.
blue_quad von Klaus Zellweger (23.10.2012)
Die Fujifilm X-Pro1 gehört zu den am meisten beachteten Kameras des Jahres. Äusserlich auf Retro getrimmt, deklassiert der neu entwickelte X-Trans-Sensor die APS-C-Konkurrenz: eine hervorragende Schärfe, eine gefällige, «analoge» Farbwiedergabe und die Möglichkeit, die Fuji-Filme der vergangenen Tage zu simulieren, machten diese Kamera für zahlreiche Fotografen zum Objekt der Begierde.
Mit der neuen X-E1 rundet Fujifilm das Sortiment scheinbar nach unten ab. Sie kommt ohne den aufwendigen, hybriden Sucher der X-Pro1, was sie sie nicht nur leichter, sondern auch deutlich günstiger macht. Hingegen wurde sie mit genau demselben X-Trans-Sensor ausgestattet, der auch in der X-Pro1 1 seine Arbeit verrichtet. Die Bildqualität der beiden Kameras ist also exakt dieselbe, und wenn Sie nach Beispielen Ausschau halten, verweisen wir auf unseren ausführlichen Test zur X-Pro1.
Fujifilm X-E1 mit Systemblitz EF-X20 (Bild: Fujifilm)
Fujifilm X-E1 mit Systemblitz EF-X20 (Bild: Fujifilm)
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Apropos: Obwohl es sich hier um einen Test und nicht um einen Vergleich handelt, lässt sich die eine oder andere Gegenüberstellung mit der X-Pro1 nicht vermeiden. Am Schluss werden wir ausserdem darauf zu sprechen kommen, welche Kamera sich für welche Zielgruppe anbietet.
Die schnöden technischen Daten
Der X-Trans-Sensor arbeitet mit einer Auflösung von 16 Megapixeln. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die eigenwillige Farbfilteranordnung, eingeteilt in 6 x 6 Pixel grosse Einheiten. Dadurch sind in jeder Reihe des Sensors alle RGB-Farbinformationen enthalten, was zu einer deutlich verbesserten Farbwiedergabe führt. Allerdings stellt eben diese Anordnung hohe Anforderungen an die RAW-Konvertierung, wie wir später noch sehen werden.
Links: Klassisches Bayer-Muster, rechts davon der Sensor der X-E1
Links: Klassisches Bayer-Muster, rechts davon der Sensor der X-E1
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Diese neue Matrix orientiert sich am zufällig verteilten Korn der analogen Filme. Die pseudo-unregelmässige Verteilung auf dem Sensor verhindert die Bildung von Moirés bei geometrischen Mustern, wie man sie zum Beispiel bei Kleidungsstücken findet. Deshalb verzichteten die Ingenieure bei Fujifilm auf einen vorgeschalteten Tiefpassfilter, der durch eine leichte Unschärfe solche Interferenzen reduziert. Als direkte Folge sind deutlich schärfere Bilder möglich.
Das Gehäuse
Das Gehäuse besteht zum grössten Teil aus einer Magnesiumlegierung und steht in den Farben Silber und Schwarz zur Auswahl. Das Material sorgt für eine standesgemässe Haptik mit einem Gefühl hoher Wertigkeit. Mit ihrer Grösse passt die X-E1 zwar nur in grosse Jackentaschen, doch die Kamera fühlt sich mit einem Gewicht von 540 Gramm (inklusive 35-Millimeter-Objektiv) ausserordentlich leicht an.
Da die X-E1 im Gegensatz zur X-Pro1 nur mit einem elektronischen Sucher ausgerüstet ist, konnte die Grösse und damit das Gewicht deutlich reduziert werden. Das Gehäuse wiegt mit 350 Gramm sogar ganze 100 Gramm weniger als jenes der X-Pro1. Die Reduktion auf den elektronischen Sucher bedeutet jedoch auch, dass die X-E1 im Gegensatz zu ihrer grossen Schwester keine Sucherkamera mehr ist, sondern eine spiegellose Systemkamera wie die NEX-Modelle von Sony oder die Olympus OM-D E-M5.
Bild: camerasize.com
Bild: camerasize.com
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Der Sucher
Der elektronische Sucher ist mit 2,36 Megapixeln aufgelöst und liefert ein hervorragendes, kontrastreiches Bild. Alle Effekte und Einstellungen sowie die Tiefenschärfe werden bereits vor der Aufnahme angezeigt. Die hohe Bildfrequenz sorgt ausserdem dafür, dass praktisch keine Nachzieher oder Ruckler auszumachen sind.
Der Sucher arbeitet ausschliesslich elektronisch
Der Sucher arbeitet ausschliesslich elektronisch
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Links vom Sucher befindet sich ein Drehrad, mit dem sich Sehschwächen zwischen -4 und +2 Dioptrien korrigieren lassen. Leider weist diese Rädchen überhaupt keine Markierungen auf und zeigt noch nicht einmal die Null-Stellung. Rechts vom Sucher befinden sich die Annäherungssensoren; sie schalten automatisch vom Display zum Sucher um, wenn der Fotograf die Kamera vors Gesicht hält. Die Anzeigen im Sucher lassen sich individuell zusammenstellen, sodass man genau jene Informationen serviert bekommt, die man persönlich als relevant erachtet.
Erfreuliche Neuigkeiten für die Anhänger polarisierender Sonnenbrillen: Das Bild im Sucher ist sowohl im Hoch- als auch im Querformat einwandfrei sichtbar. (Bei der X-Pro1 verwandelt sich der Sucher in ein pechschwarzes Loch.)
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 Klaus Zellweger 



PRODUKTINFOS

Fujifilm X-E1

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ProBildqualität, Verarbeitung, Ergonomie, Menüführung
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ContraISO-Automatik, Fokussiergeschwindigkeit, Filmfunktion
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Details: 16-Mpx-X-Trans-Sensor, APS-C-Format, eingebauter Blitz, für Objektive mit X-Bajonett
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Preis: ca. Fr. 1050.– (Gehäuse, Strassenpreis)
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