Bitte lesen!
Das iPad von Apple eignet sich unter anderem auch zum Lesen. Welche Vor- und Nachteile hat es gegenüber den reinen eBook-Readern? Wir haben verschiedene Geräte eine Woche lang ausprobiert.
Unterschiedliche Bildschirmtechnik
Fürs Bücherlesen kommen unter anderem das Apple iPad, Amazons Kindle DX sowie der Sony PRS-300 infrage. Amazon oder Sony setzen im Gegensatz zu Apple auf die sogenannt elektronische Tinte (E-Ink). Bei dieser Technik kommen die Bildschirme ohne Hintergrundbeleuchtung aus und benötigen deshalb fast keinen Strom. Zudem sind sie auch an der Sonne gut lesbar. Es gibt aber auch Nachteile: Geräte mit E-Ink können keine Farbe und keine bewegten Bilder darstellen. Für Letzteres reagiert die elektronische Tinte zu träg. Der Bildschirm wird beim Umblättern kurzzeitig schwarz. Das empfinden viele Anwender als störend.
Fürs Bücherlesen kommen unter anderem das Apple iPad, Amazons Kindle DX sowie der Sony PRS-300 infrage. Amazon oder Sony setzen im Gegensatz zu Apple auf die sogenannt elektronische Tinte (E-Ink). Bei dieser Technik kommen die Bildschirme ohne Hintergrundbeleuchtung aus und benötigen deshalb fast keinen Strom. Zudem sind sie auch an der Sonne gut lesbar. Es gibt aber auch Nachteile: Geräte mit E-Ink können keine Farbe und keine bewegten Bilder darstellen. Für Letzteres reagiert die elektronische Tinte zu träg. Der Bildschirm wird beim Umblättern kurzzeitig schwarz. Das empfinden viele Anwender als störend.
Der Bildschirm des iPads ist dagegen ein gewöhnlicher LCD mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Damit lassen sich Seiten deutlich schneller umblättern. Wie bei einem PC-Bildschirm ermüden die Augen erfahrungsgemäss aber deutlich schneller als bei der elektronischen Tinte. Unsere Erfahrungen zeigen: Die LCD-Technik ist besser in einer dunklen Umgebung, die E-Ink dafür bei grellem Sonnenschein.
Welche Bücher wo?
Apple und Amazon koppeln ihre Geräte mit einem eigenen Onlineshop für Leseratten. Über diese Internetdienste verkaufen die beiden Firmen neben Büchern auch Zeitungsabonnemente. Im Fall von Amazon müssen die Inhalte zwingend über diesen Shop bezogen werden – alle anderen Formate werden vom Kindle nicht unterstützt. Das ist ärgerlich, weil Amazon im eigenen Shop praktisch nichts in Deutsch anbietet.
Apple und Amazon koppeln ihre Geräte mit einem eigenen Onlineshop für Leseratten. Über diese Internetdienste verkaufen die beiden Firmen neben Büchern auch Zeitungsabonnemente. Im Fall von Amazon müssen die Inhalte zwingend über diesen Shop bezogen werden – alle anderen Formate werden vom Kindle nicht unterstützt. Das ist ärgerlich, weil Amazon im eigenen Shop praktisch nichts in Deutsch anbietet.
Apple und Sony dagegen unterstützen den weitverbreiteten ePub-Standard. Den verwenden auch Schweizer Verlage wie Buch.ch (www.buch.ch), Orell Füssli (www.books.ch), Stauffacher (www.stauffacher.ch) oder Thalia (www.thalia.ch). Auch Gratisbücher, zum Beispiel unter www.gutenberg.org, liegen meist im ePub-Format vor.
Allerdings wird Apple wohl einen anderen Kopierschutz (DRM) verwenden als die Schweizer Onlinebuchläden. Dann wäre ePub nur bei ungeschützten (Gratis-)Büchern lesbar. Der Apple-Shop wird aber bestimmt deutschsprachige Bücher anbieten. Testen konnten wir das alles nicht, weil bei Redaktionsschluss die Anwendung iBooks in der Schweiz noch nicht verfügbar war. Sicher hingegen ist, dass Amazon-Bücher dank einer eigenen Kindle-App mit dem iPad kompatibel sind.
Internet in der Tasche
Die Internetfähigkeit des Sony Reader PRS-300 ist gleich null – er braucht einen Computer, der ihn mit Nachschub versorgt. Der Amazon Kindle DX gelangt via Mobilfunk ins Internet. Die Verbindungskosten sind sogar im Kaufpreis inbegriffen. Somit sind das Stöbern im Buchshop und der Download der Bücher gratis, nur das Buch selbst bezahlt man natürlich. Surfen im Web ist jedoch Fehlanzeige: Diese Funktion ist experimentell und für die Schweiz sogar gesperrt.
Die Internetfähigkeit des Sony Reader PRS-300 ist gleich null – er braucht einen Computer, der ihn mit Nachschub versorgt. Der Amazon Kindle DX gelangt via Mobilfunk ins Internet. Die Verbindungskosten sind sogar im Kaufpreis inbegriffen. Somit sind das Stöbern im Buchshop und der Download der Bücher gratis, nur das Buch selbst bezahlt man natürlich. Surfen im Web ist jedoch Fehlanzeige: Diese Funktion ist experimentell und für die Schweiz sogar gesperrt.
Das Apple iPad hat dagegen einen überaus bedienerfreundlichen Webbrowser, mit dem das Surfen eine wahre Freude ist. Allerdings haben die günstigeren Modelle keine Mobilfunkverbindung. Mit ihnen gelangt man also nur im drahtlosen Heimnetzwerk oder in einem WLAN-Hotspot ins Internet.
Der Datenverkehr über Mobilfunk kostet zudem eine Stange Geld, vor allem im Ausland. Es ist leider nicht möglich, die Internetverbindung vom Mobiltelefon aufs iPad weiterzuleiten (sogenanntes Tethering); dies, obwohl das iPad mit Bluetooth über die nötige Schnittstelle verfügen würde. Da hat Apple einen Riegel vorgeschoben.
Der Datenverkehr über Mobilfunk kostet zudem eine Stange Geld, vor allem im Ausland. Es ist leider nicht möglich, die Internetverbindung vom Mobiltelefon aufs iPad weiterzuleiten (sogenanntes Tethering); dies, obwohl das iPad mit Bluetooth über die nötige Schnittstelle verfügen würde. Da hat Apple einen Riegel vorgeschoben.
Spiele und Multimedia
Die Reader von Sony und Amazon sind wegen der Bildschirmtechnik kaum multimediafähig. Der Kindle DX kann immerhin Musik abspielen, allerdings mehr schlecht als recht.
Die Reader von Sony und Amazon sind wegen der Bildschirmtechnik kaum multimediafähig. Der Kindle DX kann immerhin Musik abspielen, allerdings mehr schlecht als recht.
Ganz anders das iPad: Die Multimediafunktionen sind leistungsstark und in der Bedienung sehr durchdacht. Für Fotoshows gibt es einen Modus, der das iPad in einen Bilderrahmen verwandelt. Auch auf YouTube-Videos muss man nicht verzichten.
Das iPad ist auch perfekt geeignet für das kleine Spielchen zwischendurch. Dank des App Stores lassen sich Tausende von Spielen im Nu herunterladen und ausprobieren – viele gratis, manche kostenpflichtig.
Fazit: Das neue iPad ist mit Abstand am vielseitigsten verwendbar: als Lesegerät, Surfbrett, Spielmaschine und Videomat. Bei Sonnenlicht sind die anderen Reader zwar besser lesbar. Sie eignen sich aber nur zum Lesen von Büchern oder längeren Zeitungsartikeln.
Fazit: Das neue iPad ist mit Abstand am vielseitigsten verwendbar: als Lesegerät, Surfbrett, Spielmaschine und Videomat. Bei Sonnenlicht sind die anderen Reader zwar besser lesbar. Sie eignen sich aber nur zum Lesen von Büchern oder längeren Zeitungsartikeln.

