Test: Nokia X6
Mit seinen Abmessungen von 111 x 51 x 13,8 mm ist das Nokia X6 zwar sehr handlich, aber für ein Touchscreen-Handy relativ dick. Das Display wird von silbernen und türkisfarbenen Rahmen umfasst und macht einen hochwertigen Eindruck. Nimmt man das Handy aber in die Hand, fühlt sich das weisse Plastikgehäuse seitlich und am Rücken billig an. Schüttelt man das Gerät, wackelt sogar der an sich praktische Plastikregler, der fürs Sperren des Bildschirms zuständig ist. Nicht erfreulich ist auch der seitliche SIM-Karteneinschub. Wie die Karte eingelegt werden muss, weiss man nämlich erst, wenn man den Akku entfernt oder die Bedienungsanleitung herauskramt. Und wenn sie dann erst mal im Gerät steckt, kann sie nur vom Geräteinnern über einen Schieber unterhalb des Akkus wieder entfernt werden.
Scharf, aber träge
Zu überzeugen vermochte im Test vor allem das 3,2-Zoll-Display. Mit einer Auflösung von 640 x 360 Pixeln stellt es die Bildschirminhalte sehr scharf und kontrastreich dar. Jedenfalls solange das Handy nicht direkter Sonneinstrahlung ausgesetzt ist. Dann nämlich spiegelt der Bildschirm stark und ist kaum noch lesbar. Sein kapazitiver Bildschirm ist auf blosse Fingerbedienung ausgelegt und gibt praktischerweise leichtes Vibrations-Feedback. Die Steuerung mit mehreren Fingern (Multitouch) unterstützt Nokias X6 leider nicht, und das Handy reagiert auf Eingaben eher träge. Insbesondere beim Navigieren durch das Menü kommt es schon mal vor, dass Icons zweimal angetippt werden müssen. Die virtuelle Volltastatur hingegen lässt sich sehr flüssig und zielsicher bedienen.
Kostenlose Musik
Für Ausflüge ins Internet stehen dem X6 sowohl ein WLAN-Empfänger als auch HSDPA der Kategorie 6 für eine maximale Datenübertragungsrate von 3,6 Mbit/s zur Verfügung. Fotos knipst das Handy mit einer 5-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Objektiv, Autofokus und doppeltem LED-Blitz. Die Qualität der Fotos könnte besser sein, für Schnappschüsse reicht es aber allemal. Als Oberfläche verwendet Nokia Symbians S60 in der fünften Version. Während sich die ganze Menüführung wie gewohnt präsentiert, hat sich vor allem der Startbildschirm verändert. Nach eigenen Wünschen und Gewohnheiten kann er neu mit bis zu 20 Kontaktschnellzugriffen, Programmen und Widgets eingerichtet werden. An vorinstallierter Software gibt es neben Nokias Kartenmaterial auch den Ovi Store, worüber weitere Anwendungen wie etwa Facebook oder Spiele heruntergeladen werden können. Ausserdem unterstützt das X6 Nokias Musikservice «Comes with Music». Für den Dienst liegt im Lieferumfang des X6 gleich eine Flatrate bei, um ein Jahr unbegrenzt und kostenlos Musik aus dem Nokia Music Store herunterzuladen. Schade nur, dass die integrierten Lautsprecher viel zu leise sind. Schon bei niedriger Lautstärke sind sie überfordert. Mit angeschlossenen Kopfhörern tönt es dann schon besser. Dafür liegt dem Lieferumfang auch gleich ein hochwertiges Stereo-Headset bei. Nicht lumpen lässt sich Nokia auch beim Speicherplatz: satte 32 GB Speicher. Allerdings fehlt dem Gerät ein Steckplatz für microSD-Karten.
Fazit: Mit üppigem Speicher und kostenlosem Zugang zu Nokias Musikservice ist das X6 ein tolles Gerät für Musik-Fans, wenn auch nicht in jedem Detail gelungen.
PRODUKTINFOS
Nokia X6 32 GB
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