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PC an Mac: «Räum’ deinen Müll weg!»

Aus der Sicht der Mac-Anwender ist die Beziehung zu ihren Windows-Kollegen in den letzten Jahren viel einfacher geworden. Wer jedoch nicht unangenehm auffallen möchte, sollte vor dem Datenaustausch ein wenig aufräumen. BlueHarvest hilft dabei.
blue_quad von Klaus Zellweger (15.02.2010)
Jeder Mac versteckt unter der Oberfläche des Finders unsichtbare Dateien und Ordner. Dazu gehören so wichtige Verzeichnisse wie «.Trash», in dem sich der Inhalt des Papierkorbs befindet. Dateien mit der Bezeichnung «.DS_Stores» findet man in fast jedem Verzeichnis – sie speichern, wie der Ordner beim Öffnen dargestellt werden soll (Art der Ansicht, Grösse der Symbole etc.). Wenn Sie selber sehen möchten, welche unsichtbaren Dateien und Verzeichnisse auf Ihrer Festplatte gespeichert sind, starten Sie TextEdit. Wählen Sie anschliessend im Menü «Ablage» den Befehl «Öffnen». Geben Sie nun den Kurzbefehl «Wahl-Befehl-.» (Punkt) ein, um die unsichtbaren Elemente anzuzeigen. Diese beginnen mit einem Punkt und sind deshalb meistens ganz oben in einer Liste anzutreffen.
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Daten, die keiner haben will
Was unter Mac OS X seinen Zweck erfüllt, gilt unter Windows als Müll. Viele dieser Dateien sind auch unter Microsofts Betriebssystem unsichtbar. Wenn aber ein PC so eingestellt ist, dass alle Dateien im Explorer eingeblendet werden, dann tauchen auch die unsichtbaren Mac-Beilagen auf. Besonders ärgerlich sind die Ressource-Dateien, die sogar unter Mac OS X sinnlos sind – sie tauchen im Explorer wie Duplikate auf. Die Datei «Memo.pdf» wird zum Beispiel von einer leeren Datei «._Memo.pdf» begleitet, die im besten Fall nur lästig, oft aber auch verwirrend ist. Dieses Beigemüse taucht auf USB-Sticks, auf dem gemeinsamen Fileserver und sogar in Zip-Archiven auf – sehr zum verständlichen Missfallen vieler Windows-Anwender.
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BlueHarvest putzt hinterher
An diesem Punkt kommt die Systemeinstellung «BlueHarvest» ins Spiel. Sie sorgt dafür, dass auf Disks, USB-Sticks und Fileservern keine Mac-spezifischen Dateien angelegt werden – allerdings gilt das nur für Massenspeicher, die nicht mit dem Mac-OS-X-eigenen Dateisystem «HFS+» formatiert wurden. Für Mac-Anwender sind die Konsequenzen überschaubar. So wird die Fensteransicht nicht mehr gespeichert, und Objekte können kein individuelles Symbol mehr tragen. Allerdings lassen sich Dateien auf einer externen Festplatte oder einen USB-Stick auch nicht mehr in den Papierkorb legen – stattdessen werden sie nach einer Sicherheitsabfrage sofort gelöscht.
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Eine der besten Eigenschaften von BlueHarvest ist seine Fähigkeit, Zip-Dateien zu bereinigen. Wer also zum Beispiel Dateien via E-Mail an Windows-Anwender verschickt, komprimiert diese zuerst im Finder. Anschliessend wird das Zip-Archiv mit der rechten Maustaste angeklickt und mit dem Befehl «Clean using BlueHarvest» von seinem Ballast befreit.
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Fazit: BlueHarvest empfiehlt sich für alle Mac-Anwender, denen es nicht egal ist, in welchem Zustand die Daten beim Empfänger ankommen oder auf dem Server gelagert werden. Die Shareware kostet 17 Dollar und ist bei DigitalLiving.ch hier erhältlich.

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