Geokodierung für Aperture 3 & iPhoto 09
Durch Geokodierung lässt sich der Aufnahmeort in Fotos speichern und später dekorativ auswerten. Das Thema kann unendlich kompliziert sein, doch die folgende Anleitung macht die Geokodierung zum Kinderspiel.
Geokodierung (auch «Geotagging» genannt) kommt in Mode: Über GPS wird der Standort des Fotografen ermittelt, und noch während der Aufnahme werden die Koordinaten in die EXIF-Dateien der Fotos eingebettet. Anschliessend sind iPhoto 09 und Aperture 3 in der Lage, jeden Aufnahmeort auf der Weltkarte anzuzeigen. Das iPhone ist zu solchen Spielchen von sich aus fähig, doch leider sind nur wenige reguläre Kameras mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Da hilft nur eines: Die Koordinaten müssen mit einem externen GPS-Empfänger ermittelt und anschliessend den richtigen Fotos zugeordnet werden.
Das klingt einfach, doch für Mac-Anwender wird das Thema sehr schnell frustrierend. Auf dem Markt gibt es (noch) keine Lösung, die vom Fleck weg und ohne grossen Aufwand brauchbare Resultate liefern könnte. An allen Enden lauern Stolperfallen, gespickt mit Inkompatibilitäten.
Vor solchem Unbill soll Sie die folgende Anleitung bewahren. Sehen wir uns zuerst an, was alles benötigt wird – die Umsetzung dauert dann nur noch wenige Minuten. Doch Vorsicht: Die Anleitung funktioniert nur mit dem GPS-Empfänger «RoyalTek RGM-3800», denn das Thema Geokodierung ist noch weit davon entfernt, sich allgemeinen Standards zu unterwerfen.
Der externe GPS-Empfänger
Der RoyalTek RGM-3800 bietet eine zuverlässige Datenerfassung, ist sehr günstig und kann mit dem mitgelieferten Karabiner, dem Tragriemen oder einfach in einer Tasche transportiert werden. Das weisse, schmucklose Kästchen kommt ohne Display aus. Für die Stromversorgung sind zwei AAA-Batterien zuständig, die mindestens 12 Stunden lang halten sollen. Wenn der Empfänger eingeschaltet ist, zeichnet er die aktuelle Position standardmässig alle 15 Sekunden auf. Der Wert ist ein wenig hoch angesetzt und sollte mit der nachfolgend beschriebenen Software rgm3800 auf 5 oder auf 3 Sekunden reduziert werden – das reicht, um den Aufnahmeort zuverlässig zu lokalisieren, wenn man nicht gerade mit 300 km/h knipsend über den Asphalt brettert. Für jeden Tag wird im internen Speicher eine neue Datei mit den Koordinaten angelegt.
Der RoyalTek RGM-3800 bietet eine zuverlässige Datenerfassung, ist sehr günstig und kann mit dem mitgelieferten Karabiner, dem Tragriemen oder einfach in einer Tasche transportiert werden. Das weisse, schmucklose Kästchen kommt ohne Display aus. Für die Stromversorgung sind zwei AAA-Batterien zuständig, die mindestens 12 Stunden lang halten sollen. Wenn der Empfänger eingeschaltet ist, zeichnet er die aktuelle Position standardmässig alle 15 Sekunden auf. Der Wert ist ein wenig hoch angesetzt und sollte mit der nachfolgend beschriebenen Software rgm3800 auf 5 oder auf 3 Sekunden reduziert werden – das reicht, um den Aufnahmeort zuverlässig zu lokalisieren, wenn man nicht gerade mit 300 km/h knipsend über den Asphalt brettert. Für jeden Tag wird im internen Speicher eine neue Datei mit den Koordinaten angelegt.
Das Gerät erhalten Sie zum Beispiel bei www.architronic.ch für 66 Franken. Die mitgelieferte Software unterstützt jedoch nur Windows. Es ist dem Enthusiasmus der beiden Entwickler Karsten Petersen und Niels Volkmann zu verdanken, dass sich der Empfänger auch mit dem Mac versteht.
Der Gerätetreiber
Der RoyalTek RGM-3800 wird über ein USB-Kabel mit dem Mac verbunden, doch standardmässig geschieht dann gar nichts. Damit das Gerät überhaupt erkannt wird, muss Mac OS X um einen passenden Treiber erweitert werden. Diesen Treiber finden Sie als Disk-Image in unserem Download-Bereich. Installieren Sie ihn mithilfe des Installationsprogramms und starten Sie den Mac neu. Damit ist die erste Hürde genommen und das Thema «Treiber» wandert zu den Akten.
Der RoyalTek RGM-3800 wird über ein USB-Kabel mit dem Mac verbunden, doch standardmässig geschieht dann gar nichts. Damit das Gerät überhaupt erkannt wird, muss Mac OS X um einen passenden Treiber erweitert werden. Diesen Treiber finden Sie als Disk-Image in unserem Download-Bereich. Installieren Sie ihn mithilfe des Installationsprogramms und starten Sie den Mac neu. Damit ist die erste Hürde genommen und das Thema «Treiber» wandert zu den Akten.
GPS-Daten auslesen
Als Nächstes müssen wir die GPS-Koordinaten auslesen und auf den Mac kopieren. Die Koordinaten sind in einer Datei mit der Endung .GPX abgelegt, doch tatsächlich handelt es sich dabei um eine ganz gewöhnliche Textdatei. Für den Transfer auf den Mac steht das kostenlose Programm «rgm3800» zur Verfügung, das ebenfalls in unserem Download-Bereich zu finden ist. Laden Sie das Disk Image herunter und kopieren Sie die Anwendung ganz einfach in Ihren Programmordner.
Als Nächstes müssen wir die GPS-Koordinaten auslesen und auf den Mac kopieren. Die Koordinaten sind in einer Datei mit der Endung .GPX abgelegt, doch tatsächlich handelt es sich dabei um eine ganz gewöhnliche Textdatei. Für den Transfer auf den Mac steht das kostenlose Programm «rgm3800» zur Verfügung, das ebenfalls in unserem Download-Bereich zu finden ist. Laden Sie das Disk Image herunter und kopieren Sie die Anwendung ganz einfach in Ihren Programmordner.
Das Auslesen der Daten selbst ist ein Kinderspiel: Verbinden Sie den GPS-Empfänger mit dem Mac und schalten Sie ihn ein. Starten Sie rgm3800 und speichern Sie die ausgelesenen Daten an einem beliebigen Ort, zum Beispiel auf dem Schreibtisch. Diese Datei kann nun ohne Anpassungen weiterverarbeitet werden.
GPS-Daten in die Fotodatei schreiben
Der letzte Schritt besteht darin, die GPS-Koordinaten den passenden Fotos zuzuordnen. Eine kostenlose Software, die sich ganz hervorragend auf diese Aufgabe versteht, nennt sich «GPSPhotoLinker», ebenfalls zu finden im Download-Bereich.
Der letzte Schritt besteht darin, die GPS-Koordinaten den passenden Fotos zuzuordnen. Eine kostenlose Software, die sich ganz hervorragend auf diese Aufgabe versteht, nennt sich «GPSPhotoLinker», ebenfalls zu finden im Download-Bereich.
1. Starten Sie GPSPhotoLinker und klicken Sie links oben auf den Bereich «Auto».
2. Klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche «Load Tracks» und laden Sie die GPX-Datei.
3. Ziehen Sie die Fotos aus dem Finder in die rechte Spalte von GPSPhotoLinker.
4. Wählen Sie im Menü «Edit» den Befehl «Select all», um alle Fotos auszuwählen.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche «Batch save to photos».
2. Klicken Sie in der Symbolleiste auf die Schaltfläche «Load Tracks» und laden Sie die GPX-Datei.
3. Ziehen Sie die Fotos aus dem Finder in die rechte Spalte von GPSPhotoLinker.
4. Wählen Sie im Menü «Edit» den Befehl «Select all», um alle Fotos auszuwählen.
5. Klicken Sie auf die Schaltfläche «Batch save to photos».
Import in iPhoto 09 oder Aperture 3
Kaum zu glauben, doch das war schon alles. Wenn Sie nun die Fotos in iPhoto 09 oder Aperture 3 importieren und anschliessend den Bereich «Orte» aufrufen, sehen Sie genau, wo die Aufnahmen gemacht wurden (hier am Beispiel von Aperture 3).
Kaum zu glauben, doch das war schon alles. Wenn Sie nun die Fotos in iPhoto 09 oder Aperture 3 importieren und anschliessend den Bereich «Orte» aufrufen, sehen Sie genau, wo die Aufnahmen gemacht wurden (hier am Beispiel von Aperture 3).
Wichtige Kleinigkeiten
Diese Behandlung schadet Ihren Fotos nicht. Das Bildmaterial bleibt immer unangetastet – lediglich die Koordinaten werden zu den EXIF-Daten hinzugefügt. (Das ist die selbe Ecke, in der auch die Angaben zur verwendeten Verschlusszeit, der Blende und mehr gespeichert werden.)
Diese Behandlung schadet Ihren Fotos nicht. Das Bildmaterial bleibt immer unangetastet – lediglich die Koordinaten werden zu den EXIF-Daten hinzugefügt. (Das ist die selbe Ecke, in der auch die Angaben zur verwendeten Verschlusszeit, der Blende und mehr gespeichert werden.)
Für die Zusammenführung von Bildern und Koordinaten müssen Datum und Uhrzeit in der Kamera korrekt eingestellt sein – optimalerweise auf die Sekunde genau. (Der Empfänger bezieht die Uhrzeit hingegen vom GPS-System.) Die Software vergleicht die Zeitangaben der Fotos mit denjenigen in der Logdatei und verbindet anschliessend die beiden Elemente. Wenn die Zeit nicht übereinstimmt, weil Sie zum Beispiel in einer anderen Zeitzone in den Ferien waren und vergessen haben, die Kamera umzustellen, können Sie in GPSPhotoLinker vor der Kodierung eine andere Zeitzone auswählen.
Die Zusammenführung der GPS-Daten und Fotos läuft immer nach demselben Schema ab – trotzdem könnte es sein, dass sich GPSPhotoLinker nicht mit einem exotischen RAW-Format verträgt. In diesem Fall sollten Sie es mit der Software «HoudahGeo» versuchen (www.houdah.com). Die Demo-Version verarbeitet jedoch nur 5 Bilder pro Projekt. Die Freischaltung zur Vollversion kostet 30 Dollar.
Erwünschte Nebenwirkungen
Neben der Platzierung geokodierter Fotos ist Aperture 3 auch in der Lage, die komplette GPX-Datei zu importieren. Rufen Sie dazu den Bereich «Orte» auf und wählen Sie unter der Kartenansicht im Einblendmenü «GPS» den Befehl «GPS-Strecke importieren». Jetzt wird die zurückgelegte Strecke auf der Karte angezeigt.
Neben der Platzierung geokodierter Fotos ist Aperture 3 auch in der Lage, die komplette GPX-Datei zu importieren. Rufen Sie dazu den Bereich «Orte» auf und wählen Sie unter der Kartenansicht im Einblendmenü «GPS» den Befehl «GPS-Strecke importieren». Jetzt wird die zurückgelegte Strecke auf der Karte angezeigt.
Fazit: Die Geokodierung von Fotos kann die einfachste Sache der Welt sein, wenn man erst einmal die passende Hardware- und Software-Kombination gefunden hat. Natürlich können auch andere Wege beschritten werden – das hier beschriebene Verfahren beweist aber, dass sich Fotos auch ohne teure Hard- und Software schnell und bequem geokodieren lassen.







