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Swisscom: Micro-SIM fürs iPad im Austausch

Das iPad 3G verwendet keine SIM-, sondern eine Micro-SIM-Karte. Swisscom-Kunden können tauschen.
blue_quad von Klaus Zellweger (26.05.2010)
Die Situation: Vor mir liegt das brandneue iPad 3G. Eigentlich wäre es kein Problem, über die Swisscom oder Orange eine Prepaid-Karte zu kaufen und damit auch unterwegs ins Netz zu gehen. Allerdings bezahle ich momentan noch für ein Swisscom-Abonnement, das zu einem «ausgemusterten» iPhone vom letzten Jahr gehört. Da wäre es doch nur sinnvoll, das Datenkontingent dieses Abonnements auf dem iPad zu nutzen. Die Idee klingt verlockend, hat aber wie üblich einen kleinen Haken: Das iPhone verwendet (wie nahezu jedes andere Handy) eine SIM-Karte, während das iPad nur die wesentlich kleinere Micro-SIM-Karte schlucken kann.
Digital Living hat bereits darauf hingewiesen, wie man eine bestehende SIM-Karte auf die benötigte Form zurechtschneidet. Meine handwerklichen Fähigkeiten halten sich jedoch in einem engen Rahmen, und ausserdem gruselt es mich, wenn ich (mein) Blut sehe. Da bleibt nur die Hoffnung, dass sich die SIM-Karte des iPhones in eine Micro-SIM-Karte tauschen lässt – unter Beibehaltung des Abonnements und seines Datenkontingents, versteht sich.

Swisscom am Apparat
Ein Anruf bei der Swisscom-Hotline (0800 55 64 64) wird von einer ausserordentlich netten Dame beantwortet, die mein Anliegen mit der grössten Selbstverständlichkeit behandelt. (Man bedenke: Der offizielle Start des iPad 3G ist zu diesem Zeitpunkt noch drei Tage entfernt.) Mehr noch; ich kann förmlich hören, wie sie nicht einmal mit der Wimper zuckt. Natürlich sei ein Tausch möglich, die neue Karte koste aber 40 Franken, meint sie. Kein Problem, gekauft, denn so viel ist mir meine körperliche Unversehrtheit alleweil wert. Das ganze Gespräch verläuft so problemlos, dass mich anschliessend Zweifel befallen, ob ich wirklich richtig verstanden worden bin. Die nahe Zukunft wird es zeigen.
Eine Karte für alles
Bereits am nächsten Tag liegt die neue Karte im Briefkasten. Das raffinierte kleine Ding wird in den Abmessungen einer herkömmlichen SIM-Karte geliefert; aus dieser lässt sich jedoch der Chip im Micro-SIM-Format herausbrechen. Noch besser: Die Swisscom liefert ausserdem einen Plastikrahmen mit, der die Micro-SIM-Karte wieder auf die Grösse einer herkömmlichen SIM-Karte bringt. Jetzt kann wirklich nichts mehr schiefgehen.
Die Micro-SIM-Karte in Gross und der Adapter
Die Micro-SIM-Karte in Gross und der Adapter
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Der neue Formfaktor
Der neue Formfaktor
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Fliegender Wechsel
Um die neue Karte in Betrieb zu nehmen, muss zuerst mit der alten Karte eine SMS mit der Mitteilung «START SIM» an die Telefonnummer 444 geschickt werden. Anschliessend wird die alte Karte deaktiviert, und die neue ins iPad eingesetzt. Eine leichte Übung.
Ab ins Netz
Nach dem Einsetzen der SIM-Karte taucht in der linken oberen Ecke der Providername auf, gefolgt vom Hinweis «3G». Die Verbindung ins Internet steht allerdings noch nicht. Es benötigte in unserem Fall einen Neustart des iPads, dann musste das Gerät wieder mit iTunes verbunden werden, worauf die neusten Providereinstellungen geladen wurden. Nach der nächsten Synchronisierung steht dann die Verbindung.
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Damit der Datenkonsum unterwegs nicht aus dem Ruder läuft, zeigt das iPad in den Einstellungen unter «Allgemein/Benutzung», wie viel bereits bezogen worden ist. Mit der nächsten Telefonrechnung wird dann der Zähler in den Einstellungen vom Benutzer zurückgesetzt. Dabei schadet es nicht, wenn man ein wenig Reserve einkalkuliert, weil zwischen der Abrechnung und dem Zurücksetzen zum Teil einige Tage liegen können.
Das iPad weiss genau, wieviele Daten unterdessen konsumiert wurden
Das iPad weiss genau, wieviele Daten unterdessen konsumiert wurden
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Fazit: Die Tauschaktion bei der Swisscom war ein voller Erfolg. Statt eigenhändig mit Messer und Gabel an einer SIM-Karte herumzuschnipseln, sollten Grobmotoriker 40 Franken in den offiziellen Umtausch investieren.


  

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