Nintendo schreibt happige Verluste
Der Spielekonzern verzeichnet in allen Sparten Rückgänge und muss wohl einen Verlust von 770 Millionen Franken wegstecken.

von
Klaus Zellweger
(26.01.2012)
Im letzten Weihnachtsquartal ging der Gewinn um satte 61 % zurück. Unter dem Strich erwartet Nintendo bis März einen Jahresverlust von mehr als 770 Mio. Franken. Als Grund für diesen Rückgang sieht die Nachrichtenagentur Reuters den harten Konkurrenzkampf: Microsoft und Sony greifen Nintendo direkt an, während Apples iPhone den mobilen Konsolen zusetzt.
Auch die Prognosen werden heruntergeschraubt. 2012 sollen nur noch 10 statt 12 Mio. Wii-Konsolen verkauft werden, während vom 3DS nicht mehr 16 Mio., sondern nur noch 14 Mio. Geräte über den Ladentisch wandern sollen.
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Auf der Wii U ruhen die Hoffnungen. Im Bild: der neuartige Controller in der Form eines Tablets
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Solche Rückgänge lassen natürlich auch die Börse nicht kalt: Seit April 2011 hat die Aktie bereits mehr als die Hälfte ihres Werts verloren. Zudem verlangen immer mehr Investoren, dass Nintendo seine Top-Marken wie Zelda oder Mario auf iOS portiert, statt diese exklusiv an die eigene Hardware zu koppeln – ironischerweise, möchte man sagen, denn Apple gilt wegen des Erfolgs der iOS-Geräte als eine der grössten Bedrohungen für Nintendo.
Doch zurzeit heisst Hoffnungsträger von Nintendo «Wii U». Die neue Konsole soll noch vor Weihnachten 2012 auf den Markt kommen und den Japanern neuen Schwung bescheren.