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Toshiba Cell TV

Mit dem Cell TV bringt Toshiba ein Gerät auf den Markt, für das die Bezeichnung Fernseher schon fast eine Beleidigung ist. Beispielsweise wandelt es 2D-Inhalte live in 3D um.
blue_quad von David Lee (10.01.2010)
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Zunächst ist der Toshiba Cell TV ein 3D-fähiger Fernseher, der in den Grössen 46 und 55 Zoll gebaut wird und mit Direct-LED-Hintergrundbeleuchtung arbeitet. Die Zahl der Dioden ist mit 4608 sehr hoch, die der einzeln ansteuerbaren Bereiche (Cluster) mit 512 ebenso. Ein Kontrast von 9'000'000:1 ist die Folge.

Zum Gerät gehört eine schwarze Box, die nichts anderes ist als ein sehr leistungsfähiger Computer. Die Rechenleistung der Cell Engine ist 143 mal höher als bei bisherigen Toshiba-Fernsehern. Diese Rechenleistung wird für Live-Bildmodifkationen verwendet. So kann der Cell TV nicht nur 3D-Blu-rays abspielen, sondern jegliche zweidimensionale Inhalte, darunter auch Fotos, in ein dreidimensionales Bild umwandeln. An der Demonstration an der CES führte das zu sehr guten Ergebnissen. Es ist anzunehmen, dass dabei Inhalte ausgewählt wurden, die vom eingebauten Rechner besonders gut analysiert werden konnten. Man darf gespannt sein, wie das mit gewöhnlichem Fernsehen oder eigenen Videoaufnahmen funktioniert.
Die Cell Engine rechnet ausserdem niedrig aufgelöstes Bildmaterial in HD um. Sogar Full HD kann der TV noch weiter hochskalieren, denn er verfügt über eine Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln (4K2K). Ausserdem werden künstliche Zwischenbilder berechnet, um Bewegungsabläufe schärfer und flüssiger darzustellen. Die Bildwiederholrate liegt bei satten 480 Hertz.
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Das ist aber noch nicht alles. In den Fernseher ist eine Videokamera eingebaut, die Bewegungsgesten erkennt. So lässt sich beispielsweise ein Film auswählen, indem man mit der Hand eine Kugel dreht – die Bedienoberfläche wird dreidimensional dargestellt.

Der Cell TV wird voraussichtlich im Herbst 2010 eingeführt. Da die genaue Konfiguration für Europa noch unbekannt ist, steht auch noch kein Preis fest. Teuer wird der Spass aber auf jeden Fall. In Japan kostet die teuerste Variante umgerechnet über 10'000 Franken.

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