Home  >  TV & Heimkino  >  Specials  > Artikel 1001081

spacer

Alles LED oder was?

Bei Bildschirmen ist in letzter Zeit oft von LED-Technologie die Rede. Damit können drei verschiedene Dinge gemeint sein. Hier die Erklärung.
blue_quad von David Lee (11.06.2009)
Der portable Mediaplayer Cowon S9 hat ein AMOLED-Display.
vergrößenDer portable Mediaplayer Cowon S9 hat ein AMOLED-Display.
Echte LED-Bildschirme. Diese Bildschirme sind keine LCDs, sondern wie Plasma eine eigene Displaytechnik. OLED und AMOLED fallen in diese Kategorie. Das O steht für organisch: es werden organische Verbindungen verwendet. OLED-Bildschirme sind beim gegenwärtigen Stand der Technik immer klein und daher bei Handys und Kameras zu finden. Der Vorteil dieser Technologie gegenüber LCD ist, dass sie nicht beleuchtet werden muss und wenig Strom braucht. Zudem sind diese Bildschirme bei starker Sonneneinstrahlung besser lesbar und lassen sich so dünn bauen, dass sie gerollt werden können.
LCD-Bildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Dabei handelt es sich um herkömmliche LCDs, die aber statt mit Kaltkathodenröhren mit LEDs beleuchtet werden. Das hat gleich mehrere Vorteile. Die Beleuchtung ist ausgewogener, der Stromverbrauch wesentlich tiefer, die Technologie langlebiger und die Entsorgung umweltfreundlicher. Allerdings muss man hier wiederum zwischen zwei verschiedenen Sorten von LED-Beleuchtung unterscheiden.
Samsung LED 7000
vergrößenSamsung LED 7000
Rahmen-LED (engl. Edge LED): Die Leuchtdioden sind im Rahmen des Monitors angebracht und leuchten vom Rand in die Bildmitte. Das ermöglicht sehr flache Fernseher, aber keine besonders dünnen Rahmen. Samsung etwa bietet ein ziemlich umfassendes Sortiment an solchen LED-Fernsehern an, mit Bildschirmdiagonalen von 32–55 Zoll (81–140 cm). Auch die grössten Modelle von Samsungs LED-TVs sind nur 3 Zentimeter dick. Diese Technik wird neuerdings auch bei Notebooks verwendet, vor allem, um die Akkulaufzeit zu verlängern.
Sony KDL-X4500
vergrößenSony KDL-X4500
Hintergrund-LEDs (engl. Backlight LED): Hier sind die Leuchtdioden hinter der sichtbaren Fläche des Bildschirms angebracht, leuchten also direkt von hinten. Diese Dioden werden einzeln angesteuert und leuchten nur dann, wenn der entsprechende Bildschirmteil gerade hell sein muss. Dadurch erreichen diese Bildschirme einen sehr hohen Kontrast, der mit Plasmabildschirmen vergleichbar ist. Dafür sind sie in der Regel nicht besonders flach. Diese Technologie wird momentan nur bei hochwertigen Fernsehern eingesetzt. Beispiel: Der Sony KDL-46X4500 kostet 5299 Franken.

Anzeige


Anzeige
Social Bookmarks