Test: Zoom Q3HD
Bei den Anschlüssen wurde nicht gegeizt. Neben der Öffnung für die SD-Karte bietet die Kamera auch einen analogen Fernseherausgang, eine HDMI-Buchse, Ein- und Ausgänge für den Ton und sogar ein integriertes USB-Kabel.
Die Handhabung präsentiert sich vorbildlich einfach. Über ein zugängliches Menü werden die verschiedenen Einstellungen getätigt, Filme betrachtet oder gelöscht. Die Aufzeichnung wird über eine grosse, griffige Taste gestartet und gestoppt. Der Funktionsumfang bleibt dabei übersichtlich, denn es fehlen die Möglichkeiten, um Filme direkt am Gerät zu editieren. Wie bei so vielen Kameras heutzutage wurde auch bei der Q3HD der optische Sucher weggelassen; stattdessen wird das Bild direkt auf dem Display kontrolliert.
Das Argument schlechthin für diese Kamera liefert jedoch das integrierte Stereo-Mikrofon, das am oberen Ende demonstrativ in zwei verschiedene Richtungen blickt. Es zeichnet den Ton in einer Qualität auf, die sich auch hinter ausgewachsenen Camcordern nicht zu verstecken braucht. Unverständlicherweise müssen für die volle Qualität jedoch zuerst die Kameraeinstellungen geändert werden, damit die maximale Bitrate ausgeschöpft wird. Tatsächlich liefert das Mikrofon einen plastischen räumlichen Eindruck, der nicht zuletzt bei hektischen Szenen mit mehreren Tonquellen massgeblich dazu beiträgt, dass sich der Zuschauer besser orientieren kann. Hier hebt sich die Kamera weit von den Kameramodulen in Handys oder anderen kompakten Camcordern ab.
Die mitgelieferte Software für Mac und Windows ist mit wenigen Worten umschrieben: unintuitiv, unbrauchbar, ein Trauerspiel. Mac-Anwender sind dabei noch im Glück, weil sich das von Apple mitgelieferte iMovie problemlos mit den Dateien versteht. Windows-Anwendern bleibt jedoch nichts anderes übrig, als sich auf eigene Faust nach einer Alternative umzusehen, die sich mit Filmen im MP4-Format (H.264) verträgt. Zum Glück hat sich dieses Format unterdessen weitgehend etabliert, auch wenn bei einigen Anwendungen vorher Apples QuickTime installiert werden muss.
Klaus Zellweger
PRODUKTINFOS
Zoom Q3HD
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